Die MusikerInnen

Elf hochkarätige MusikerInnen werden in der Saison 2010 beim Konzertzyklus la calma auftreten. Alle haben eine Beziehung zur Zentralschweiz und freuen sich, für dieses Publikum ein Konzert zu geben.

Raphael Staubli wurde  1959 in Merenschwand/AG geboren. Nach der Volksschulzeit absolvierte er das Lehrerseminar in Wohlen. Von 1979 - 1984 war er an der Musikhochschule Zürich immatrikuliert, wo er im Hauptfach Violine studierte. Daneben übte er auch intensiv Klavier und nahm Kompositionsunterricht bei Hans Ulrich Lehmann. 1983 schloss er das Violinstudium mit dem Lehrdiplom ab. Danach setzte er die Theorie- und Kompositionsstudien an der Musikhochschule Stuttgart bei Helmut Lachenmann fort, welche er 1988 abschloss. Von 1983 – 1993 unterrichtete er Theorie an der Musikhochschule Zürich. Seit 1992 ist er in der gleichen Funktion an der Musikhochschule Luzern tätig.
Seine künstlerische Tätigkeit erstreckt sich auf mehrere Gebiete: so tritt er als Dirigent, als Cembalist und Pianist auf dem Hammerflügel wie auch als Komponist in Erscheinung.

 

Andrea Bischoff studierte Oboe bei Louise Pellerin in Zürich und anschliessend bei Heinz Holliger an der Musikhochschule in Freiburg im Breisgau, wo sie das Konzertdiplom und Solistendiplom mit Auszeichnung abschloss. Seit 1997 ist sie Solo-Oboistin im Luzerner Sinfonieorchester und gründete 2005 «la banda ANTIX».Seit 2004 beschäftigt sie sich intensiv mit Barockoboe und war 2006 Mitbegründerin des Barockensembles «La Gioconda» des Luzerner Sinfonieorchesters.

 

 

Mattia Zappa führte nach der Matura und seinem Bachelordiplom am Konservatorium von Lugano als Schüler von Taisuke Yamashita sein Musikstudium in der Solistenklasse von Harvey Shapiro an der Juilliard School in New York fort. An der Musikakademie Basel absolvierte er bei Thomas Demenga sein Solistendiplom. Es folgte ein Master für Sonaten-Repertoire an der Accademia Pianistica von Imola (Bologna) unter der Leitung von Pier Narciso Masi. Ein Jahr zuvor wurde er mit dem Europächen Musikförderpreis ausgezeichnet. Als Solist wurde Mattia Zappa zahlreichen Orchestern engagiert, wie zum Beispiel vom Orchestra della Svizzera Italiana, vom Basler Symphonieorchester und vom Johannesburg Philharmonic Orchestra. Seit September 2000 ist Mattia Zappa Mitglied des Zürcher Tonhalle-Orchesters und wurde in 2007 auch von den Berliner Philharmonikern als Aushilfe engagiert. Er gibt zahlreiche Duo-Rezitals mit dem italienischen Pianisten Massimiliano Mainolfi. Das Duo ist Preisträger internationaler Kammermusikwettbewerbe u.a. dem Premio Vittorio Gui (Florenz) und dem Concorso Trio di Trieste. Auch machten sie Radio- und CD-Aufnahmen (z.B. bei Ducale-Label, Schweizer Radio und DeutschlandRadioBerlin). 2008 wurde ihre erste CD beim Label "Claves" mit Drei Sonaten für Cello und Klavier von B. Martinu veröffentlicht. Er ist Mitglied des Streichtrios "GoldbergTrioLucerne" und konzertiert Duo mit dem Gitarristen Admir Doçi. Er spielt ein Gabbrielli-Cello aus dem Jahr 1758.

 

Admir Doçi wurde 1982 in Tirana (Albanien) geboren. Nach Studien am Kunstlyzeum Tirana erwarb er seine Lehr- und Konzertdiplome mit höchsten Auszeichnungen an der Zürcher Hochschule der Künste bei Prof. Anders Miolin; ausserdem besuchte er zahlreiche Meisterkurse wie zum Beispiel bei Oscar Ghiglia, Alvaro Pierri, Manuel Barrueco und David Russell. Seine rege Konzerttägkeit umfasst renommierte Festivals wie das Festival Musikwoche Braunwald, Liechtensteiner Gitarrentage, Festival Allegretto Albania und das Ohrid Summer Festival (Mazedonien), sowie Tourneen mit der Mezzosopranistin Leila Pfister, dem Blockflötisten Prof. Matthias Weilenmann, dem Cellisten Mattia Zappa und dem Galatea Quartett. Als Solist ist er u.a. mit der Kammerphilharmonie Graubünden, Neuen Glarner Musikkollegium und Zuger Sinfonietta aufgetreten. Admir Doçi wurde bereits vielfach ausgezeichnet: Stipendien der Marguerite Meister und Friedl-Wald Stiftungen; Studienpreise des Schweizerischen Tonkünstlervereins und der Hans Schaeuble Stiftung; Podium Preis Liechtenstein "für seine virtuose und hohe künstlerische Leistung"; erster Preis am Hegar Gitarrenwettbewerb Zürich und erster Preis am IV. Internationalen Gitarrenwettbewerb in Liechtenstein. Admir  Doçi unterrichtet an der Kantonsschule Küsnacht. Er spielt eine Gitarre von Karl-Heinz Römmich und eine 13-saitige Gitarre von Ermanno Chiavi.

 

Sabine Bachmann-Frey ist in Gontenschwil AG in einer Berufsmusikerfamilie aufgewachsen und genoss Unterricht in Klavier und Akkordeon bereits in frühen Kindertagen. Mit 13 Jahren war sie Privatschülerin von Patrizio Mazzola an der Kantonsschule in Beromünster. Nach einer ersten Berfusausbildung zur Akkordeonlehrerin im elterlichen Musikstudio Peter Frey Reinach, folgte ein Studium bei Patrizio Mazzola in Luzern, welches sie mit dem Lehrdiplom SMPV abschloss und nach einer weiterführenden Ausbildung das Konzertreifediplom erlangte. Sabine Bachmann-Frey pflegt ein breites musikalisches Spektrum. Sie ist ständiges Mitglied in verschiedenen professionellen Ensembles und tritt als Solistin und Kammermusikerin auf. Stilistisch kennt sie keine Berührungsängste und pflegt die gehobene Salonmusik mit derselben Ernsthaftigkeit wie die grossen Werke der Klavierliteratur.

 

Sven Bachmann ist in Windisch AG geboren und lernte an der dortigen Musikschule Blockflöte und Klarinette spielen. An der Mittelschule folgte ein weiterführender Unterricht bei Alfredo Wäfler. Studien in Zürich und Bern rundeten seine Ausbildung ab. Die Bekanntschaft und die Zusammenarbeit mit dem berühmten englischen Klarinettisten Alan Hacker weckten das Interesse an den unterschiedlichen Stilen. Grosse Bedeutung misst Sven Bachmann der Gesamtheit der Klarinettenfamilie bei (Bassklarinette, Bassetthorn, A- und B-Klarinette). Neben der Konzerttätigkeit ist er seit langem als Konzertveranstalter und Festivalleiter engagiert.

 

Martina Brodbeck wurde in Basel geboren und studierte Cello an der Musikakademie Basel bei Thomas Demenga. Nach der Weiterbildung am Koninklijk Conservatorium Den Haag bei Michael Müller erlangte sie das Konzertdiplom mit Auszeichnung an der Hochschule für Musik und Theater Biel/Bern bei Conradin Brotbek. Sie besuchte Meisterkurse bei Peter Buck, Reinhard Latzko, Jaap ter Linden und Pieter Wispelway.
Martina Brodbeck ist Mitglied der basel-sinfonietta, des Nouvel Ensemble Contemporain und Solocellistin beim Aargauer Kammerorchester. Sie beschäftigt sich intensiv mit zeitgenössischer Musik und tritt mit verschiedenen Kammermusikformationen in Europa, China und in den USA auf. Radio- und CD-Aufnahmen.p>

 

Annatina Kull ist 1987 geboren und in Chur aufgewachsen, wo sie 2006 das Gymnasium mit der Matura abschloss. Seither studiert sie an der Musikhochschule Luzern bei Heinrich Mätzener, wo sie im Juni 2009 ihren Bachelor Abschluss machen wird.

Die Klarinettistin hat insgesamt drei Mal am Schweizerischen Jugendmusikwettbewerb teilgenommen. 2006 wurde sie im Finale mit einem ersten Preis mit Auszeichnung und mit dem Prix Suisse ausgezeichnet. Annatina Kull hat auch mehrfach an Bündner Musikwettbewerben reüssiert und durfte an einem Preisträgerkonzert als Solistin mit der Kammerphilharmonie Graubünden auftreten. Auch im Jugendorchester Chur und im Jungendsinfonieorchester Graubünden durfte sie schon den Solistenpart übernehmen. Drei solistische Konzerte mit dem „Ensemble le phénix Arosa“ im 2008 wurden von der Stiftung Ruth und Ernst Burkhalter unterstützt.

Annatina Kull hat bisher Meisterkurse bei José Luis Estellés, Shirley Brill und Martin Fröst besucht. Orchestererfahrung konnte sie im Jugendorchester Chur, im Jugendsinfonie-orchester Graubünden, im Orchesterverein Chur, im Kantonsschulorchester Sargans und in der Jungen Philharmonie Zentralschweiz sammeln. Im Herbst 2009 wird Annatina Kull in Luzern den Master of Arts in Music mit Major Orchester und ein Volontariat beim Luzerner Sinfonieorchester beginnen.

 

Lluïsa Espigolé wurde 1981 in Barcelona geboren. 2003 schloss sie ihr Klavierstudium am Conservatori Superiorde Música de Barcelona ab. Anschliessend absolviert sie mit Hilfe eines  Stipendiums der Alexander von Humboldt Stiftung an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Stuttgart ein Aufbaustudium bei Florent Boffard und Wolfgang Bloser, sowie ein Zusatzstudium Neue Musik bei Nicolas Hodges. Von 2006 bis 2007 absolvierte sie den Master Studiengang für Neue Musik an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Frankfurt am Main. 2007 war sie Stipendiatin der Kunststiftung Baden-Württemberg.

Seit Oktober 2008 studiert sie mit Hilfe eines Stipendiums der Schweizer Eidgenossenschaft. bei  Florian Hölscher im Master in Contemporary Art Performance an der Hochschule für  Musik Luzern. Lluïsa Espigolé hat sich auf klassisches sowie auf zeitgenössisches Solo- und Kammermusikrepertoire spezialisiert, und konzertiert regelmässig in Europa, unter anderem an Festivals wie Festival  Musica Strasbourg, Lucerne Festival, New Word Music Festival, Heidelberger Frühling. Sie wirkt in zahlreichen Ensembles mit, wie zum Beispiel dem  Ensemble Modern, dem Ensemble   Linea und sonARTE ensemble. Ihre Konzerte wurden aufgenommen und gesendet durch ZDF, ARTE, SWR, HR.

 

Lili Küttel schloss ihr Konzertdiplom mit Auszeichnung bei Peter Brechbühler in der Schweiz ab. Meisterkurse absolvierte sie bei Brigitte Fassbaender, Hedwig Fassbender, Ileana Cotrubas und Alexandrina Milcheva. Wichtige Impulse erhielt sie weiterhin durch die Arbeit mit Helmut Rilling (Internationalen Bachakademie Stuttgart) und Werner Erhardt (Concerto Köln). Sie erhielt einen Förderpreis der Universität Mozarteum aus dem Kulturfonds der Stadt Salzburg und gewann mehrere Preise und Stipendien, u.a. des Migros-Genossenschaft-Bundes, der Ernst-Göhner-Stiftung, der Max und Axelle-Koch-Stiftung, von der sie mit dem Anerkennungspreis ausgezeichnet wurde. Sie ist Preisträgerin des Elvira-Lüthi-Wegman-Wettbewerbs und ist Stipendiatin des internationalen  Richard-Wagner-Verbandes. Auch war sie Preisträgerin des Internationalen Wettbewerbs der Schlossoper Haldenstein.

Lili Küttel hat bereits zahlreiche Engagements an Opernbühnen, so zum Beispiel am Theater Basel und am Theater Biel Solothurn. Sie hat ein grosses Repertoire in den Bereichen Opern, aber sie pflegt auch die rege Konzerttätigkeit geistlicher Werke. Sie sang u.a. in der Tonhalle Zürich, im Casino Basel, im Kongresshaus Biel und am Lucerne Festival 08 hat sie ein Stück von George Benjamin (Composer-in-Residence) unter dessen Leitung aufgeführt.

 

Barbara Sachs wurde in Stuttgart geboren und begann im Alter von sechs Jahren mit dem Klavierspiel. Sie studierte Schulmusik mit Leistungsfach Klavier bei Prof. James Avery an der Musikhochschule Freiburg i. Br. sowie Anglistik an der dortigen Universität. Anschließend absolvierte sie ein Konzertdiplom für Liedbegleitung an der Musikhochschule Luzern bei Edward Rushton. Als Liedbegleiterin unternahm sie Studien bei Prof. Ramón Walter, Prof. Hans-Peter Müller und Horst Günter. Darüber hinaus belegte sie Meisterkurse bei Vladislav Peisahov, Charles Spencer und Ingeborg Danz.

Als Korrepetitorin studierte sie für die Städtischen Bühnen Freiburg i.Br. u.a. die Dialogues des Carmélites, Il Trovatore und die Zauberflöte ein. Ferner arbeitete sie für die Young Opera Company Freiburg, die Den Ny Opera in Dänemark und die Opera Australia in Sydney mit.

Als Liedbegleiterin gibt sie regelmäßig Liederabende in ganz Deutschland, in Frankreich, der Schweiz, in Italien und Japan mit verschiedenen Sängerinnen und Sängern aus dem In- und Ausland. Inhaltliche Schwerpunkte liegen dabei auf dem französischen Repertoire sowie den Vertonungen Goethes. Bei internationalen Gesangskursen, Opernworkshops und Wettbewerben wirkt sie regelmäßig als Begleiterin.